Die meisten kennen ihn aus der Zeit im Bild, kennen seine Bücher oder seine regelmäßigen Facebook-Postings und Tweets. Der Journalist Karim El-Gawhary berichtet regelmäßig aus den Krisengebieten im Nahen Osten.
Wichtig ist ihm dabei – so erzählt er Nina Saurugg bei den „Berggesprächen“ am Hintertuxer Gletscher – nicht die distanzierte, abgehobene Art der Berichterstattung, sondern der persönliche Zugang. Er möchte den Menschen, die auf der Flucht sind, die in den Krisenregionen leben, ein Gesicht und eine Stimme geben. Er möchte ihre Geschichten erzählen. Denn nur auf diese Art, so sagt er, kann er die teils schrecklichen Geschichten auch selbst verarbeiten.
Mit uns war er gemeinsam in der einzigen 365-Tage-Skiregion Österreichs unterwegs. Zum ersten Mal seit zehn Jahren auf Skiern, und zum ersten Mal in über 3.000 Metern Höhe. Eine unvergessliche Erfahrung, sowohl für ihn, als auf für die „Berggespräche“.
Karim El-Gawhary
Journalist und Nahost-Experte
Für die ARD war El-Gawhary fünf Jahre lang als Korrespondentenvertreter in Kairo tätig. Seit 2004 leitet er das Nahostbüro des ORF in Kairo. Neben seiner Tätigkeit beim ORF arbeitet er als Nahost-Korrespondent für elf deutschsprachige Zeitungen, u. a. die tageszeitung (Berlin) und Die Presse (Wien).
El-Gawhary ist Vater von drei Kindern, seine Frau ist US-amerikanische Staatsbürgerin.
2011 wurde er mit dem Concordia-Preis für Pressefreiheit geehrt. Er wurde auch 2011 Auslandsjournalist des Jahres.
Seine Arbeit zeichnet sich immer dadurch aus, dass er versucht den Ereignissen auf dieser Welt ein Gesicht, den Menschen vor Ort eine Stimme zu geben. Für ihn selbst ist das auch eine Möglichkeit, mit den teils schrecklichen Realitäten, mit denen er Tag für Tag konfrontiert ist, zurecht zu kommen. Karim El-Gawhary nutzt die neuen Medien, insbesondere Facebook und Twitter, äußerst intensiv für seine Berichterstattung.