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Berggespräche | Eva Maria Brem, Alpbach, Tirol

Erstausstrahlung: 29.11.2017
Patronanz

Eva-Maria Brem fährt seit ihrem vierten Lebensjahr für den Skiclub WSV Reith im Alpbachtal. Sie besuchte das Skigymnasium in Stams und gehört seit 2004 dem Kader des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) an.In der Saison 2015/16 entschied Eva-Maria Brem knapp die Riesenslalom-Disziplinenwertung für sich und gewann damit ihre erste Kristallkugel. Im Jahr 2016 wurde sie zur Sportlerin des Jahres gewählt. 

 

In der neuen Ausgabe der „Berggespräche“ trifft Andreas Jäger in Alpbach auf die Spitzensportlerin. Sie zeigt ihm, wo alles angefangen hat: Ihre Lieblingshänge, den traumhaften Blick ins Tal und auf die verschneiten Berggipfel. Sie erzählt davon, was sie motiviert auch nach schweren Verletzungen wieder aufzustehen und weiter zu machen. Denn bei der Vorbereitung auf die Weltcup-Saison 2016/17 Anfang November 2016, zog sie sich - wie zuvor schon schon im Jahr 2010 - im linken Bein einen Schien- und Wadenbeinbruch zu und fiel damit den kompletten Winter aus.

 

Wie rafft man sich immer wieder auf? Was ist es für ein Gefühl, auf Ski zu stehen? Und was kommt nach der Karriere als Rennläuferin? Darum – und um vieles mehr – geht es bei den „Berggesprächen“ mit Eva-Maria Brem.

Credits:

Berggespräche | Eva Maria Brem, Alpbach, Tirol
Moderation:
Andreas Jäger
Kamera:
Ronald Kritzner, Tom Ripper
Schnitt:
Stephan Pen
Ton:
Florian Deutsch

Eva Maria Brem

Skirennläuferin und Sportlerin des Jahres 2016

Kampf, Konkurrenz, Härte, Stärke sind nicht die Werte, über die sie sich definieren will. Würde auch zu ihrem natürlichen Charme, ihrer Höflichkeit, ihrer Eleganz und Eloquenz nicht passen. Sie sagt: „Jeder Tag und jedes Rennen ist eine Chance, mich selbst glücklich zu machen.“ A-typisch. Und authentisch. Eva-Maria Brem ist frei von Amazonengehabe und Starallüren. Erfrischend anders eben. Die Riesentorlauf-Weltcupsiegerin 2016 freut sich über ihren Erfolg, raushängen lässt sie ihn nie. Weder im Team, noch sonst wo.

 

Wer helle Dinge denkt, zieht helle Dinge an. Dass Optimismus gewinnt, wissen die ganz Großen meist schon, wenn sie noch ganz klein sind. Eva-Maria Brem wusste das mit 2 Jahren und 3 Monaten. Damals nämlich, am Christtag 1990, pochte sie auf Gleichstellung: Wenn ihr Bruder zum Skitraining darf, dann sie auch. Mit gerade mal zwei Jahren!? „Jaaaa!“ Die ersten Materialverhandlungen führte Eva-Maria mit ihrem Papa, mit Nachdruck über zwei ganze Weihnachtsfeiertage und mit Erfolg.

 

Denn was das Christkind offenbar am Heiligen Abend vergessen hatte – klein Evas Skier unter den Baum zu legen – holte der Papa gleich am ersten Tag, an dem der Sportshop wieder offen hatte, nach. Zwar reichten die kleinsten erwerblichen Skischuhe bei Eva-Maria bis unter die Kniekehle, trotzdem: Vom Sportshop zum Babylift, am 27. Dezember stand die kleine Blonde zur Verzückung der Skitouristen zum ersten Mal auf den Brettern (Eva: „Sie waren pink und hatten Schneemännchen drauf“), die ihr die Welt bedeuten sollten.

Produktion mit freundlicher Unterstützung von:

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