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Stadt Graz prüft Umbenennung des Hermann-Gmeiner-Wegs

Stadt Graz prüft Umbenennung des Hermann-Gmeiner-Wegs

 

Nach Bekanntwerden schwerer Vorwürfe gegen den Gründer von SOS-Kinderdorf, Hermann Gmeiner, wird auch in Graz über eine mögliche Umbenennung des Hermann-Gmeiner-Wegs in Straßgang gesprochen. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, in deren Ressort die Zuständigkeit für Straßenbenennungen liegt, unterstützt den Vorschlag von Bürgermeisterin Elke Kahr, das Thema offen und sorgfältig zu prüfen.

 

„Die Vorwürfe sind erschütternd und müssen lückenlos aufgeklärt werden. Die Sicherheit und das Wohl der Kinder, die SOS-Kinderdorf anvertraut werden, müssen zu hundert Prozent gewährleistet sein“, sagt Schwentner.

 

In Graz leben an der betroffenen Adresse derzeit 29 Haushalte. Für sie soll eine mögliche Umbenennung transparent und gut begleitet ablaufen.

 

„Eine Straßenbenennung stellt eine Ehrung einer Person dar. Wenn sich eine derart geehrte Person als mutmaßlicher Missbrauchstäter entpuppt, stellt das natürlich auch die Ehrung durch Straßenbenennung in Frage. Eine Umbenennung würde Menschen ganz konkret betreffen – vom Meldezettel bis zu den persönlichen Dokumenten. Daher braucht es eine gründliche Aufklärung. Sollte es zu einer Umbenennung kommen, werden wir den Prozess sorgfältig begleiten und eng mit den Anwohner:innen und der Koalition abstimmen“, betont GR Tristan Ammerer.

 

Die Stadt Graz hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Straßen und Plätze überprüft und bei Bedarf umbenannt. Maßstab dabei war stets ein verantwortungsvoller Umgang mit Geschichte, Erinnerung und öffentlichem Raum.

 

 

(Pressemitteilung, 24. Oktober 2025, Stadt Graz)

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