25.02.2026
KFG-Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher präsentiert „Amicus“
Wenn das eigene Haustier verstirbt, hinterlässt dies bei vielen Tierbesitzerin eine große Lücke in ihrem Leben. Haustiere haben heutzutage einen anderen, höheren Stellenwert und werden als Teil der Familie gesehen. Um diesem Stellenwert auch bei der Verabschiedung seines Tieres nach dem Tod nachzukommen, hat KFG-Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher gemeinsam mit der Tierklinik Thalerhof und „Aevum“ ein neues Pilotprojekt initiiert: „Die Menschen machen sich oftmals erst im Moment des Ablebens des Tieres Gedanken darüber, welche weiteren Schritte es dann bedarf, was auch ganz verständlich ist. Mit dem Projekt „Amicus“ wollen wir den letzten fehlenden Teil ergänzen“, erklärt KFG-Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher.
Denn nach dem Tod seines Haustieres hat man sich um die ordnungsgemäße Verbringung zu kümmern. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten:
Zum einen kann der Tierarzt damit beauftragt werden, was vor allem oftmals dann geschieht, wenn das Tier eingeschläfert werden muss.
Viele Tierbesitzer lassen ihr Tier auch einäschern oder auf einem Tierfriedhof begraben.
Als kostenlose Alternative kann man das – meist dann zuhause – verstorbene Tier selbst zur Tierkörpersammelstelle beim Grazer Schlachthof bringen und dort in eine Klappe geben. Hier werden Tierkadavar als auch Schlachtabfälle gesammelt.
Da dies zwar ein einfacher und zweckmäßiger Weg ist, für die meisten Menschen aber keinen würdevollen Abschied darstellt, wird „Amicus“ gestartet. Das Projekt schafft eine Alternative zum Einwurf in die Klappe bei der Tierkörpersammelstelle. „Die Initiative richtet sich an all jene Haustierbesitzer in Graz, welche sich eine Einäscherung aus finanziellen Gründen nicht leisten können, sich jedoch trotzdem in Würde von ihrem Tier verabschieden wollen und für die die Tierkörperverwertungs-Anlage daher nicht in Frage kommt“, erklärt Schönbacher.
Die Tierklinik Thalerhof, unter der Leitung von Mag. Wolfgang Kneifl, arbeitet hier mit dem Tierkrematorium und der Tierbestattung „Aevum“ zusammen. KFG-Tierschutzstadträtin Claudia Schönbacher erklärt die Abläufe: „Die Tierklinik Thalerhof ist die ganze Woche rund um die Uhr geöffnet. Das bedeutet, man hat jederzeit die Möglichkeit, sein verstorbenes Tier kostenlos abzugeben. Voraussetzung ist, dass man seinen Hauptwohnsitz in der Stadt Graz hat. Für die Abgabe gibt es einen eigenen Platz vor der Tierklinik, wo ein entsprechendes Hinweisschild angebracht ist und den genauen Ablauf erklärt. Aevum holt die Tiere dann in weitere Folge ab und äschert diese gemeinsam ein. Die Asche der Tiere wird in einem bereits bestehenden Waldfriedhof verstreut.“
Aevum-Geschäftsführer Ing. Mag. Christian Schlager führt aufgrund seiner langjährigen Erfahrung zum Projekt aus: „Wir zählen Haustiere heutzutage selbstverständlich zu unserer Familie und integrieren sie gleichwertig mit anderen Familienmitgliedern in unser Familienleben! Dass ein großer Teil dieser Haustiere nach dem Ableben noch immer in der Tierkörperverwertung zu Sekundärrohstoffen verarbeitet werden, ist meinem Wertesystem entsprechend, nicht mehr zeitgemäß. Alternativ dazu, spielen bei einer würdevollen Bestattung Kosten eine große Rolle. Diese Kosten als Stadt übernehmen zu wollen und den Bürgern damit die Möglichkeit einer anonymen Bestattung von Haustieren zu geben, ist einzigartig - Graz nimmt hier als Stadt eine absolute Vorreiterrolle ein!“
Tierklinikleiter Mag. Kneifel liegt das Projekt persönlich sehr am Herzen: „Ich freue mich, dass wir dabei helfen können, verstorbene Haustiere in Würde zu verabschieden. Mahatma Gandhi sagte schon: „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.“ Dies gilt für mich als Leiter der Tierklinik Thalerhof sowohl im Leben wie auch im Tod.“
(Pressemitteilung, 11. November 2025, Stadt Graz)