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Gleichstellung in Zahlen: Die unterschiedlichen Welten von Frauen und Männern in der Steiermark

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom stellte gemeinsam mit Abteilungsleiterin Alexandra Nagl und Statistik-Leiter Martin Mayer im Medienzentrum Steiermark die aktuellsten Zahlen zu den Geschlechterverhältnissen in der Steiermark vor.

 

Graz (2. März 2026).- Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Frauentages hat die zuständige Frauenreferentin der Landesregierung, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, gemeinsam mit Alexandra Nagl (Leiterin Abteilung 6 – Bildung und Gesellschaft) und Martin Mayer(Referat Statistik und Geoinformation) heute (02.03.2026) eine Bestandsaufnahme zum Thema Gleichstellung in der Steiermark vorgenommen. Seitens der Landesstatistik wurde dafür gemeinsam mit der Abteilung 6 der neue Bericht „Steiermark – Gleichstellung in Zahlen 2025“ erarbeitet, in dem aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zu den Lebensrealitäten von Frauen und Männern in der Steiermark abgebildet sind.

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom: „Wir wollten für die Steiermark genau wissen, wo wir in der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen Erfolge erzielen, wo es Handlungsbedarf gibt und wo wir noch echte Probleme haben. Mit der Publikation ‚Gleichstellung in Zahlen 2025‘ zeigen wir auf rund 200 Seiten über beinahe alle Lebensbereiche hinweg, wo Frauen noch benachteiligt werden – und zeigen damit auch auf, wo große Herausforderungen bestehen“, so Landeshauptmann-Stv. Khom, die weiter ausführte: „Wir sehen, dass die Gewalt gegen Frauen auch in der Steiermark zunimmt, und bekommen es nun auch schwarz auf weiß bestätigt. Wir erleben einen besorgniserregenden Anstieg der Gewalt in unserem Land. Zahlen, wie die heute präsentierten, helfen uns, bei der Gewalt an Frauen, aber auch in anderen Bereichen, noch zielgerichtetere Maßnahmen auf den Weg zu bringen.“

 

Alexandra Nagl unterstrich: „Mit dem statistischen Heft ‚Steiermark Gleichstellung in Zahlen 2025‘ liegt eine aktuelle Datengrundlage zur Situation von Frauen und Männern in der Steiermark vor. Gleichstellung ist kein Ziel, das einmal erreicht wird und dann abgeschlossen ist. Der Bericht zeigt das klar auf. Es gibt einige positive Tendenzen und Fortschritte, dafür werden aber auch bestehende Herausforderungen benannt. Eine derartige Statistik gibt es in keinem weiteren Bundesland und bildet eine hervorragende Grundlage für gezielte Maßnahmen und weitere Schwerpunktsetzung.“

 

Martin Mayer wies auf einige „Blitzlichter“ der steirischen Geschlechter-Statistik hin: Wie seit Jahrzehnten haben die Frauen bei der Wohnbevölkerung „die Nase vorn“, 50,6 Prozent der in der Steiermark lebenden Menschen sind weiblich. Dies hat vor allem mit der höheren Lebenserwartung von Frauen zu tun: Bis zum Alter von 55 Jahren gibt es mehr Männer, was in mehr männlichen Geburten und einem männlichen Überhang bei der Zuwanderung begründet liegt. Danach dreht sich das Verhältnis, da Frauen mit der aktuellen Lebenserwartung von 84,8 Jahren im Durchschnitt deutlich älter werden als Männer (Lebenserwartung 79,9 Jahre). Das Durchschnittsalter aller in der Steiermark lebenden Frauen beträgt derzeit 46,1 Jahre, Männer sind auf Grund der geringeren Lebenserwartung durchschnittlich jünger, nämlich 43,5 Jahre. „Je höher die Alterskohorte, umso ungleicher wird das Geschlechterverhältnis: Bei den Über-90-Jährigen gibt es sogar zweieinhalb Mal soviele Frauen als Männer in der Steiermark, dementsprechend viele verwitwete Frauen stehen einer relativ geringen Quote von Witwern gegenüber“, erklärte Mayer. Eine statistisch besonders auffällige Tendenz sei laut Mayer auch die starke Binnenwanderung von meist gut ausgebildeten 18- bis 27-jährigen Frauen aus peripheren Lagen in Richtung des Zentralraumes.

 

Im Sinne der im Jahr 2021 beschlossenen steirischen Gleichstellungsstrategie mit ihren neun strategischen Handlungsfeldern und 26 Zielen unterstrichen Khom und Nagl die vielfältigen Maßnahmen der vergangenen Jahre: Mädchen- und Frauenberatungsstellen gibt es flächendeckend in der Steiermark, auch bei der Männerberatung werde das Angebot sukzessive ausgebaut. Bei der Bewusstseinsbildung setzt man weiterhin auf die Erfolgsformate wie den „Girls Day“ und den „Boys Day“, die Führungskräfte-Initiative von FELIN („Female Leaders Initiative“) oder das Format „Finanzfrau“, durch das die Finanzkompetenz von Steirerinnen gestärkt wird.

 

(Pressemitteilung, 02. März 2026, Das Land Steiermark)

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