25.02.2026
Graz investiert weiter in den Ausbau der Kinderbetreuung
Jeder dritte Euro, den die Stadt Graz täglich ausgibt, fließt bereits in Bildung. Seit 2022 wurde das Bildungsbudget um 40 Prozent erhöht – ein Kraftakt, der nur möglich war, weil andere Ressorts zurückgesteckt haben. Denn wie in allen öffentlichen Haushalten in Österreich ist auch in Graz spürbar, dass die Einnahmen stagnieren oder in einzelnen Bereichen sogar zurückgehen.
Das Land Steiermark hat beschlossen, die geplante Verkleinerung der Gruppen in den Kindergärten vorerst zu verschieben. Für viele Gemeinden und Städte bedeutet das eine Verschnaufpause. Diese Pause soll aber keinen Stillstand bedeuten: Graz wird sie nützen, um den Ausbau der Kinderbetreuung mit den verfügbaren Mitteln fortzusetzen.
Der heute erfolgte Aufruf der Sozialpartner:innen, die Kinderbetreuung weiter auszubauen und in den Städten und Gemeinden abzusichern, ist dabei ein wichtiges Signal an Land und Bund.
Durch zusätzliche Verpflichtungen – insbesondere das Sozial- und Pflegeleistungsfinanzierungsgesetz, das für 2026 eine Mehrbelastung von 13,1 Mio. und für das Jahr 2027 18,3 Mio. Euro für die Stadt Graz bringt – sowie durch die letzte Steuerreform des Bundes, die Graz jährlich 30 bis 40 Millionen Euro an Ertragsanteilen kostet, wird es als wachsende Stadt zunehmend schwieriger, ihre Pflichtaufgaben im notwendigen Ausmaß zu erfüllen.
Trotz dieser Belastungen wurde das Bildungsbudget massiv erhöht:
Von 81,7 Millionen Euro im Jahr 2022 auf derzeitig geplante 114,5 Millionen Euro im Jahr 2026 – ein Plus von über 40 Prozent. Als wachsende Stadt stößt Graz damit jedoch an Grenzen: Trotz der massiven Budgeterhöhung ist es kaum möglich, mit der geplanten Absenkung der Gruppenschlüssel Schritt zu halten.
Sparpaket in Überarbeitung
Durch die neuen Rahmenbedingungen (Stichwort: Auswirkung Budget Land Steiermark auf die Stadt Graz) wird es möglich sein, die ursprünglich geplanten Einsparungen im Bildungsressort von 1,4 Prozent abzuflachen. Das eigentlich für Oktober vorgesehene Sparpaket wird derzeit neu berechnet und soll – mit einem Gesamtvolumen von rund sieben Millionen Euro – im Dezember dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Bürgermeisterin Elke Kahr: „Die Kinderbetreuungseinrichtungen waren der KPÖ stets wichtig, auch in Zeiten, in denen andere Parteien noch offen dagegen aufgetreten sind. Auch in budgetär schwierigen Zeiten haben wir die Mittel dafür massiv erhöht und werden einen Ausbau auch weiterhin forcieren.“
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner: „Wir stehen zu dem Ziel, allen Grazer Eltern ausreichend Kinderbetreuungsplätze in hoher Qualität zur Verfügung zu stellen. Daher haben wir uns in der Koalition darauf verständigt, das Bildungsressort von den Budgetkürzungen wie bisher weitgehend auszunehmen. Dafür haben wir in unseren eigenen Ressorts mehrfach höhere Einsparungen geschultert. Eine solche Schwerpunktsetzung für unsere Kindern fordern wir aber auch von Bund und Land ein, denn alleine ist der notwendige Ausbau für die Stadt nicht zu schaffen.“
Finanzstadtrat Manfred Eber: „Bereits jeder dritte Euro des operativen städtischen Budgets fließt in die Bildung. Das Bildungsbudget wurde seit 2022 um 40 Prozent erhöht – eine enorme Steigerung, die in erster Linie zulasten anderer Ressorts möglich wurde. Damit zeigt sich deutlich, dass Bildung für die Stadt Graz absolute Priorität hat.“
(Pressemitteilung, 05. November 2025, Stadt Graz)